Beschwerdefreie Augen trotz Heuschnupfens

Stellungnahme der AGTCM zum „Münsteraner Memorandum Heilpraktiker“

Hier lesen Sie die offizielle Stellungnahme des Vorstand der AGTCM zu dieser unsachlichen Veröffentlichung des „Münsteraner Kreises“. Hier können Sie mehr lesen

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Die AGTCM e.V. von 1954 bis heute

Die Arbeitsgemeinschaft für Klassische Akupunktur und Traditionelle Chinesische Medizin wurde 1954 mit dem Ziel gegründet, die Chinesische Medizin auf hohem Niveau zu lehren und sich für ihre Förderung und Verbreitung einzusetzen.

Die Geschichte der AGTCM beginnt mit dem Jahr 1952

Damals vereinte August Brodde eine kleine Gruppe gleich gesinnter Heilpraktiker, Heilpraktikerinnen, Ärzte und Ärztinnen, um sich der Lehre und Anwendung der Chinesischen Medizin zu widmen. 1952 fanden erste Kurse unter Leitung von Dr. Stiefvater und den Heilpraktikern Hörner und Korn statt. August Brodde begann dann 1953 mit Kursen in ganz Deutschland, um dem wachsenden Interesse an diesem Zweig der Medizin gerecht zu werden.

Unter diesem Link können Sie sich die Festschrift »60 Jahre AGTCM« mit vielen Anekdoten und Erinnerungen herunterladen (PDF, 3MB).

1954 gründete August Brodde den Arbeitskreis für Klassische Akupunktur in der Deutschen Heilpraktikerschaft (DH), den Vorläufer der heutigen AGTCM, und wurde ihr erster Vorsitzender.

Nachdem man sich lange Jahre im kleinen Kreis getroffen hatte, die Nachfrage nach qualifizierter Ausbildung aber immer größer wurde, entschloss sich der Arbeitskreis 1968, eine erste größere Tagung durchzuführen. Man wählte ganz bewusst die mittelalterliche Stadt Rothenburg o.d.T.. Die Tagungen finden bis heute jährlich in wachsendem Umfang statt und stoßen international durch ihr vielfältiges und anspruchsvolles Programm auf viel Beachtung. Hier findet lebendiger Austausch zwischen Kollegen und Kolleginnen aus aller Welt statt und auch Interessierte ohne Vorkenntnisse werden von der Atmosphäre und den Vorträgen für Jedermann angezogen.

In den späten 60iger Jahren waren Doris Baginsky, die sich durch viele Veröffentlichungen einen Namen gemacht hat, und Dr. Karl O. Heimann wichtige Personen, die sich für die „Rothenburger Jahrestagungen“ einsetzten und auch für die Publikation der Fachvorträge sorgten.

1982 wurde aus dem Arbeitskreis für Klassische Akupunktur die AGTCM e.V. Unter diesem Namen wurde sie als eigenständiger Verein in das Vereinsregister eingetragen.

Gründung und Ausbau von Schulen für Chinesische Medizin

Ein weiterer qualitativer Sprung erfolgte 1984, als der bekannte TCM-Praktiker Hans Giesen zusammen mit August Brodde eine “Schule für Klassische Akupunktur und TCM” in Bochum gründete. Ziel war es, dem Interessierten in einer intensiven Ausbildung die Grundlagen der TCM bis zur Praxisreife zu vermitteln. Die erste, damals noch zweijährige Ausbildung wurde mit großer Resonanz angenommen. Damit hatte die AGTCM e.V. einen Meilenstein gesetzt, der in Deutschland seinesgleichen suchte.

Zur damaligen Zeit gab es in Deutschland keine andere Ausbildung in dieser Form. Angeregt durch die Bochumer Schule kamen später weitere Ausbildungszentren hinzu. Heute gibt es insgesamt sechs Ausbildungszentren, die miteinander in regelmäßigem Austausch stehen und sich gegenseitig inspirieren.

August Brodde leitete die Arbeitsgemeinschaft bis 1992 und wurde später ihr Ehrenpräsident. 1989 gehörte er mit Nguyen Van Nghi zum Präsidium der Société internationale d´acupuncture (SIA), die damals ihren XXV. Kongress Brodde zu Ehren in Düsseldorf durchführte. August Brodde starb am 10. Dezember 1997 im Alter von 80 Jahren. Es ist der AGTCM e.V. ein inniges Anliegen, das Andenken ihres Initiators und ersten Präsidenten zu wahren.

Von 1992 - 1995 hatte Helen Blohm den Vorsitz inne. Bis 1999 wurde die AGTCM e.V. von Herbert Vater geleitet. In diesem Zeitraum konsolidierten sich die sechs Ausbildungszentren der AG, was nicht zuletzt durch die Verabschiedung eines einheitlichen Curriculums für die Akupunkturausbildung zum Ausdruck kam.

Lag bis Mitte der 80er Jahre der Schwerpunkt der Aus- und Fortbildungen auf der Akupunktur, so bieten die Kooperationsschulen der AGTCM e.V. heute umfassende Ausbildungen in Akupunktur, Arzneimittellehre, Tuina und Fortbildungen mit breitem Themenspektrum an.

International wurde die Einbindung der AGTCM in europäische und weltweite Organisationen initiiert.

Internationale Zusammenarbeit

Die Öffnung der VR China ermöglichte es, 1988 Kontakt zum damaligen Chengdu College of TCM (heute Chengdu-University of TCM) herzustellen. Diese Universität genießt einen beachtlichen Ruf als traditionelle Ausbildungsstätte, die auf die sonst übliche Anpassung an die westliche Medizin verzichtet hat und auch die alten TCM-Ansätze, wie die fünf Wandlungsphasen, das Yijing u.a. weiter verfolgt und erforscht. Sie gehört zu den vier großen, 1956 gegründeten TCM-Colleges der VR China. 1990 fand die erste Studienreise dorthin statt.

Auf diese Kontakte aufbauend intensivierten sich die Beziehungen, so dass 1993 ein Partnerschaftsabkommen zwischen der Universität und der AG abgeschlossen wurde. Darin ist der gegenseitige Austausch festgelegt, der zu den jährlichen Studienreisen, Klinikpraktika und dem Dozentenaustausch geführt hat.

Im Dezember 1997 starb August Brodde kurz nach Vollendung seines 80. Lebensjahres. Um langfristig seiner Erfolge in der Verbreitung der Chinesischen Medizin in Deutschland zu gedenken, trägt das Ausbildungszentrum West zusätzlich seinen Namen.

Unter Andreas Noll, der bis 2005 die AGTCM leitete, wurden die Kontakte nach Chengdu vertieft, was zu einer Anerkennung der TCM-Ausbildungen an den Kooperationsschulen als Bestandteil eines TCM-Studiums in Chengdu führte. Zugleich gründete die AGTCM zusammen mit weiteren europäischen Organisationen die ETCMA als Dachverband für Organisationen aus verschiedenen Bereichen der Traditionellen Chinesischen Medizin. Sie repräsentiert rund 7000 Praktizierende aus elf europäischen Ländern (Stand November 2007).