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Ernährungstherapie

Individueller Speiseplan mit Wirkung

In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) ist die Ernährung von großer Bedeutung: sie ist die Grundlage einer gesunden Lebensführung, trägt zur Lebensenergie (Qi) bei und kann gezielt therapeutisch eingesetzt werden.

  • In der Chinesischen Ernährungslehre werden Lebensmittel unter energetischen Gesichtspunkten betrachtet.
  • Jedes Lebensmittel ist von einem Geschmack und einem Temperaturverhalten gekennzeichnet.
  • Die TCM-Ernährung zielt vor allem darauf ab, „die Mitte“ zu unterstützen und beteiligte Organe günstig zu beeinflussen.
  • TCM-Ernährungsberater:innen betonen die positive Wirkung von warmen Mahlzeiten.
  • Ein:e TCM-Therapeut:in kann den Patient:innen individuell zugeschnittene Rezepte erstellen oder Empfehlungen für bestimmte Nahrungsmittel aussprechen, die der vorliegenden Dysbalance bzw. Erkrankung entgegenwirken.
  • Die TCM-Ernährung eignet sich für jedes Alter.
  • Die TCM-Ernährung kann präventiv, in der Rehabilitation oder bei bereits vorliegenden Erkrankungen angewandt werden.
  • Die Chinesische Ernährungslehre ist – wenn das Grundprinzip einmal verstanden ist – einfach anzuwenden.

Ganzheitlich und individuell: die Diagnose
Unsere Gesundheit wird durch viele verschiedene Faktoren beeinflusst: die Ernährung, die Lebensumstände, frühere Erkrankungen oder auch Emotionen wie zum Beispiel Stress, Angst und Trauer. Die Traditionelle Chinesische Medizin geht deshalb nicht von einer einzigen, isolierten Ursache für ein Problem aus, sondern sucht nach allen beteiligten Faktoren – sie betrachtet den Menschen ganzheitlich. Umso mehr Wert legt Ihr:e TCM-Therapeut:in auf eine ausführliche Anamnese, insbesondere in Bezug auf das Ernährungsverhalten, um die für Sie passende Behandlung zu finden.

Die Wirkung gezielt und individuell einsetzen
Die Chinesische Ernährungslehre ordnet jedem Lebensmittel mindestens einen Geschmack und damit verbunden auch eine bestimmte energetische Wirkrichtung zu: sauer leitet nach innen und unten, bitter nach unten, sü. verteilt in alle Richtungen, scharf leitet nach oben und außen, salzig in die Tiefe. Neben der Wirkung der Geschmäcker werden jedem Lebensmittel auch thermische Wirkungen zugeschrieben: zum Beispiel wirkt Knoblauch erhitzend und Tomaten kühlend. Durch die Verarbeitung der Lebensmittel, also durch Kochen, Dünsten, Braten etc. kann sich die ursprüngliche thermische Zuordnung auch ändern.

Lebensmittel verfügen über weitere Wirkungen, die sich gezielt therapeutisch einsetzen lassen. So können sie zum Beispiel kühlen, erwärmen, befeuchten, trocknen bzw. das Yin oder das Yang fördern. Auf Basis der Diagnose werden gezielt Lebensmittel ausgewählt, die individuelle Leiden lindern sollen und als gesundheitsfördernd erachtet werden.

Das Rezept: Heilung durch Harmonie
Die ganzheitliche Betrachtung der individuellen Bedürfnisse des/der Patient:in und das breite Wirkspektrum der Lebensmittel vereint der/die TCM-Therapeut:in zu zielgenauen Ernährungsempfehlungen. Besonderer Wert wird darauf gelegt „die Mitte“ zu stärken – damit sind u.a. die Organe Milz und Magen gemeint, die ihrerseits einen Beitrag zum Qi (der Lebensenergie) liefern. Grundsätzlich empfiehlt die Chinesische Ernährungslehre, warme Mahlzeiten zu bevorzugen und auf gekühlte Lebensmittel zu verzichten.

Die acht Schätze der „Heilküche“
In altehrwürdigen Rezepten der chinesischen „Heilküche“ finden häufig acht Zutaten Verwendung, die auch als die „acht Schätze“ bekannt sind. Diesen werden Wirkungen zugeschrieben, die Ihnen Ihr:e Therapeut:in genauer erläutern und gezielt empfehlen kann – hier ein vereinfachter Überblick: 

  • Chinakohl: kann kühlen, entwässern und beruhigen Frühlingszwiebeln: können Yang-Energie fördern
  • Ingwer: wärmt die Mitte
  • Knoblauch: wärmt die Mitte und bewegt das Qi
  • Pilze: stärken oft die Mitte (den Stoffwechsel)
  • und das Immunsystem
  • Rettich: kühlt Hitze und Blut
  • Sesam: kann bei Verstopfung eingesetzt werden
  • Soja: stärkt die Mitte

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Die fünf Säulen der Chinesischen Medizin

Die Ernährungstherapie ist eine der fünf Säulen der Chinesischen Medizin. Aber auch die anderen Therapiemethoden spielen in der Chinesischen Medizin eine wichtige Rolle. Hier können Sie Informationen zu den weiteren vier Säulen nachlesen.

Akupunktur

Mit feinen Nadeln die Balance wieder herstellen - Akupunktur als Teil der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) ist eine seit mehr als 2000 Jahren bewährte medizinische Heilweise, die durch das Nadeln spezifischer Punkte die körpereigenen Heilungskräfte aktiviert und die Gesundheit erhält oder wiederherstellt.

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Arznei- und Heilkräutertherapie

Substanzen aus der Natur individuell auf Sie abgestimmt - In der Arzneimitteltherapie haben in über zweitausendjähriger Anwendung Pflanzenteile (Wurzeln, Rinden, Blüten, Stengel und Blätter), Mineralien und tierische Produkte ihre heilende Wirkung erwiesen.

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Tuina

Die Massagekunst der Traditionellen Chinesischen Medizin - Bei der Behandlung mit Tuina werden die Meridiane des Leitbahnsystems, Akupunkturpunkte sowie Muskeln und Gelenke einbezogen. Mit dieser energetischen Massage wird die Qi- und Blutzirkulation im Körper anregt.

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Qi Gong

Die innere Harmonie herstellen und bis ins hohe Alter gesund bleiben - Qi Gong bedeutet übersetzt „Arbeit mit dem Qi“. Übt man Qi Gong, so erzeugt man mit langsamen Bewegungen eine bewusste Verbindung von Bewegung, Atem und Vorstellung.

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