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Fragen zur TCM (FAQ)

Die Chinesische Medizin ist auf der Basis der asiatischen Kultur über tausende von Jahren therapeutischer Erfahrung entstanden. Nachfolgend erhalten Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen.

Wie lange die TCM-Therapie Ihrer Beschwerden dauert, hängt meist von mehreren Faktoren ab:

Akute Erkrankungen lassen sich oft rasch behandeln. Ein Beispiel: Sie saßen am geöffneten Fenster und haben nun einen so steifen Nacken, dass Sie Ihren Kopf, auch unter starken Schmerzen, kaum noch bewegen können. „Chinesisch“ betrachtet ist dort ein „pathogener Faktor“ eingedrungen. Mit Akupunktur, Tuina, Gua Sha oder Schröpfen wird dieser pathogene Faktor eliminiert, der Schmerz verschwindet und die Beweglichkeit ist wiederhergestellt.

Bei Erkrankungen, die dagegen schon Monate oder Jahre bestehen – wie etwa Migräne oder Bluthochdruck – sind in der Regel mehrere Behandlungen nötig. Die TCM-Behandlung setzt bei Ihrer Therapie bei den ursächlichen Krankheitsmechanismen an, um einen anhaltenden Behandlungserfolg zu erreichen. Maßgeblich beschleunigen können Sie Ihren Gesundungsprozess oftmals, wenn Sie selbst mit einer Ernährungsumstellung und/oder dem Praktizieren von Taiji und Qi Gong dazu beitragen.

Übrigens, auch lange bestehende Schmerzsyndrome lassen sich mit TCM-Methoden mitunter schnell kurieren, durch sogenannte „blutbewegende Methoden“: Mit Akupunktur, Schröpfen, Tuina, chinesischen Kräutern oder Moxibustion.

Die Kosten Ihrer TCM-Behandlung legt Ihr Therapeut, wie auch Ihr Behandlungskonzept, individuell für Sie fest. Er orientiert sich dabei an Art und Umfang seiner erbrachten Leistung in der Therapiesitzung.
Ihr Therapeut kann sich dabei an der sogenannten „Gebührenordnung für Heilpraktiker“ orientieren – sie kann aber nicht mehr als „übliche Vergütung“ vorausgesetzt werden, weil sie von 1985 stammt und veraltet ist.
Welche Kosten Sie konkret erwarten, können Sie gleich beim ersten Behandlungstermin klären.
Viele Therapeuten regeln diese Fragen zur Vergütung in einem sogenannten „Behandlungsvertrag“.

Welche Kosten Ihrer TCM-Behandlung von Privaten Krankenkassen erstattet werden, hängt von Ihren jeweiligen Versicherungstarifen ab. Mitunter ist die Kostenübernahme dabei an bestimmte Erkrankungen gebunden. Die Auslagen für Akupunktur werden dabei in der Regel bei Kopfschmerzen, wie auch bei Rücken- oder Knieschmerzen durch die Privatkassen übernommen. Manchmal gibt es auch Einschränkungen für die Anzahl von Behandlungsterminen. 

Das gleiche gilt bei Zusatzversicherungen, die Sie speziell für die Erstattung von Heilpraktiker-Kosten abschließen können. Teilweise sind hier Wartefristen einzuhalten, zwischen dem Abschluss der Versicherung und dem Therapiestart, wie auch, wenn Sie den Versicherungstarif wechseln. Generell ist es also ratsam, wenn Sie sich bei Ihrer Kasse - vor dem Beginn Ihrer TCM-Behandlung - konkret dazu informieren.
Die Gesetzlichen Krankenkassen erstatten aktuell Behandlungen bei Heilpraktikern leider nicht – auch nicht, wenn es sich um eine TCM-Behandlung handelt.

Akupunktur

Die Akupunkturnadeln sind hauchdünn, extrem fein und biegsam – ganz anders also als Injektionsnadeln, wie man sie aus der Arztpraxis kennt. Patienten spüren den Einstich in der Regel kaum oder gar nicht. Die Nadeln bleiben im Schnitt zwischen 20 und 30 Minuten im Körper, bei Kindern kürzer. Als PatientIn liegen Sie dabei ganz entspannt.

In Abhängigkeit zum zugrundeliegenden Syndrom können die PatientInnen direkt nach der Behandlung Müdigkeit empfinden oder den Eindruck haben, sie könnten „Bäume ausreißen“. Manchmal wird ein wohlig-warmes Gefühl wahrgenommen und Kälteempfindungen lassen nach. Bei Schmerz-Symptomatik können die Schmerzen bereits unter der Akupunktur deutlich zurückgehen und ein Gefühl von Verspannung kann geringer werden oder verschwinden. Ein Zeichen für die Entspannung unter der Akupunktur ist das Einsetzen von Magen- und Darmgeräuschen, weil der Parasympatikus aktiviert wird.

Erstverschlimmerungen, wie man sie aus der Homöopathie kennt, sind nach der Akupunkturbehandlung eher selten.

Die Verbesserung der Symptomatik des/r Patienten/in hält nach den ersten Behandlungen oftmals etwa 2-3 Tage an. Dies ist ein gutes Zeichen, dass der Selbstheilungsprozess in Gang gesetzt wird. Es bedarf dann noch weiterer Behandlung, um den Organismus weiter zu stabilisieren.

Bei der Akupunktur handelt es sich um eine ausgesprochen nebenwirkungsarme und sichere Methode. Der Einstich mit einer feinen Nadel kann u. U. ein leichtes Schmerzempfinden auslösen, das aber i. d. R schnell wieder nachlässt. Wird ein kleines Blutgefäß getroffen, kann es etwas bluten, meist nur in Größe eines Stecknadelkopfes. Die Blutung hört meist innerhalb von Sekunden wieder auf. Damit einhergehend ist in äußerst seltenen Fällen ein kleiner blauer Fleck möglich.

Patienten, die Blutverdünner einnehmen, sollten sich im Vorwege an ihren behandelnden Arzt wenden, ob die Akupunktur angewendet werden darf. Dies ist meist kein Problem vor dem Hintergrund der heutzutage verwendeten feinen Nadeln.

Da Akupunktur auch auf das vegetative Nervensystem wirkt, können empfindliche Personen Kreislaufreaktionen zeigen. Daher empfiehlt es sich, die PatientInnen stets auf einer Liege zu lagern. Diese Reaktion des Psychovegetativums ist äußerst selten.

Extrem selten sind allergische Reaktionen auf die Nadeln. Es handelt sich um eine hochwertige Stahllegierung, wie sie auch in der Chirurgie eingesetzt wird. Bei einer allergischen Reaktion kann sich ein roter „Kranz“ um die Einstichstelle bilden, der nach Entfernen der Nadel zunächst bestehen bleibt und evtl. mehr oder weniger juckt.

Insgesamt gehört Akupunktur zu den nebenwirkungsärmsten therapeutischen Methoden.

Da es sich um ein invasives Verfahren handelt, gehört Akupunktur in die Hände eines hierfür ausgebildeten Therapeuten, denn fehlerhafte Anwendungen können zu Organverletzungen führen. Die Anwendung der Akupunktur dürfen in Deutschland nur Ärzte und zugelassene Heilpraktiker durchführen.

Am besten ist es, sich ein wenig Ruhe zu gönnen, damit die Akupunktur in Körper und Seele des/r Betroffenen weiter wirken kann.

Freie Bahn für das Qi: Die Wirkungsweise

Die Traditionelle Chinesische Medizin geht davon aus, dass Akupunktur das „Qi“ aktiviert – so wird die Lebensenergie bezeichnet, die den Körper durchfließt. Dafür werden an bestimmten Körperstellen Nadeln eingestochen. Welche Stellen das sind, hängt von dem/r jeweiligen Patienten/in und seinen/ihren Beschwerden ab.

Durch das Einstechen sollen diese Stellen – die Akupunkturpunkte – stimuliert werden und den Organismus anregen, den natürlichen Fluss der Lebensenergie wiederherzustellen: Das Qi soll ungehindert fließen. Stellen Sie sich diesen Fluss als energetisches Netzwerk vor, das alles im Körper miteinander verbindet: So lässt sich die Lebensenergie über die Akupunkturpunkte und die sogenannten Meridiane – die Leitbahnen des Qi – beeinflussen.

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Chinesische Arzneimitteltherapie

Ganz eindeutig: Nein! Denn gerade in den Apotheken unterliegen Chinesische Arzneimittel hohen Qualitätsanforderungen.

  • Bereits bei der Herstellung, nach der Ernte der Arzneikräuter, legen zertifizierte Zulieferer hohe Maßstäbe an die Beschaffenheit und Reinheit an.
  • Die Apotheken, die die gute und gleichbleibende Qualität für die Verbraucher letztlich verantworten, arbeiten mit hohen Prüfstandards: Von der Identitätsprüfung mittels MIR (mittlere Infrarotspektroskopie) bis hin zur Dünnschichtchromatographie und weiteren Reinheitskontrollen, um Aflatoxine (Pilzgifte), Schwermetalle, mikrobielle Verunreinigungen und Pestizide aufzuspüren.

Wenden Sie sich deswegen vertrauensvoll an Ihren TCM-Therapeuten: Er wird die Rezeptur bei einer speziell hierfür zugelassenen Apotheke für Sie bestellen. So können Sie sicher sein, dass Ihre Chinesischen Arzneimittel hohe Qualitätsstandards erfüllen.   

Wenn Sie auf tierische Produkte verzichten möchten, dann sprechen Sie Ihren Behandler einfach konkret darauf an. Es ist in der Regel kein Problem tierische Bestandteile durch Arzneikräuter zu ersetzen. Ihr Therapeut kann Ihnen das für Ihre individuelle Rezeptur ganz konkret erklären.

Deutschland und mehr als 160 weitere Nationen sind seit 1973 dem Washingtoner Artenschutz-Abkommen beigetreten. Sie unterstützen damit in der sogenannten CITES, der „Convention on International Trade in Endangered Species“, dass Pflanzen- und Tierarten nicht durch den Handel am Überleben gefährdet werden. Über 1000 wildlebende Tiere dürfen überhaupt nicht mehr kommerziell gehandelt werden, weil ihr Bestand bereits so stark gefährdet ist. Weniger gefährdete, aber dennoch bedrohte Tier- und Pflanzenarten unterliegen einem kontrollierten, eingeschränkten und nachhaltigem Handel. Das gilt natürlich auch für Apotheken.

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