TCM löst Stress-bedingte Schmerzblockaden
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Von chronischem Stress zur akuten Schmerzblockade – Die Lösung durch TCM

Die 41-jährige Assistenzärztin Catherine Dubois, Mutter von vier Kindern und Highperformerin, litt seit über zehn Jahren an chronischen Rückenschmerzen, die sie meist nur mit Schmerzmitteln und Yoga selbst behandelte. Die anhaltend hohe Belastung durch Beruf und Familie führte laut TCM-Analyse zu einer Mangelversorgung ihres Organismus. Dieser Mangel, kombiniert mit Überlastung, mündete in einer akuten massiven Verschlimmerung der Symptomatik während eines Urlaubs.

Sie litt plötzlich unter starken, stechenden und ziehenden Schmerzen im oberen Rücken, begleitet von Taubheit und Kraftlosigkeit im rechten Arm. Eine diagnostizierte leichte Bandscheibenvorwölbung im Halswirbelbereich lieferte keine unmittelbare Operationsindikation. Konventionelle Schmerzmittel und Kortikoide brachten kaum Besserung, weshalb die Patientin arbeitsunfähig wurde.

Der TCM-Ansatz: Ben und Biao

Aufgrund positiver früherer Erfahrungen suchte Catherine Dubois eine TCM-Praxis auf. Die TCM-Anamnese stellte eine Überlastung fest, die zu einem Mangel an Qi (Energie, hier insbesondere Zong-Qi als Kraft) und Blut führte. Dieses Missverhältnis gilt in der TCM als die "Wurzel" (Ben) des Problems: eine unzureichende Ernährung des Gewebes, die letztlich zur Blockade der Mikrozirkulation in den feinsten Gefäßen (Luo-Gefäße) führt. Diese Blockade manifestierte sich als Schmerz (Biao). Die langanhaltenden Schmerzen, die sich nachts verschlechterten, deuteten auf eine bereits bestehende Blutstase hin.

Die Behandlung: Kräuter und Blutiges Schröpfen

Das Therapieprinzip konzentrierte sich darauf, die Versorgung des betroffenen Gewebes wiederherzustellen, Blockaden aufzulösen und die Stoffwechselleistung der Mitte zu stärken, um neuen Nachschub an Qi und Blut zu generieren.

  1. Chinesische Arzneikräuter: Über einen Zeitraum von fünf Wochen erhielt die Patientin insgesamt drei modifizierte Granulatrezepturen. Die erste Rezeptur zielte auf die Tonisierung von Qi und Blut ab, bewegte Qi und Blut und leitete Blutstase aus. Im Verlauf wurden die Rezepturen angepasst, um auf sich verändernde Symptome (z.B. nächtliche Schmerzen, Hitzegefühle, anhaltende Schwäche) einzugehen. Wichtige Kräuter waren anfänglich Huang Qi (Qi-Tonikum) und Dang Gui (Blut-Tonikum), später kamen blutbewegende Mittel wie Jiang Huang (für die Schulterregion) und Mu Dan Pi (zur Hitzeausleitung) hinzu. Die Dosis von Huang Qi wurde zur Steigerung der Gesamtenergie deutlich erhöht.
  2. Blutiges Schröpfen: Als manuelles Verfahren zur schnelleren Auflösung der Blutstase wurde das blutige Schröpfen eingesetzt. Dieses Verfahren, regte die Mikrozirkulation stark an und sorgte für kurzzeitige Schmerzerleichterung.

Ergebnis und Resümee

Nach einer Behandlungsdauer von nur fünf Wochen war die Patientin schmerzfrei, die Taubheitsgefühle waren verschwunden und sie fühlte sich wieder kraftvoll. Sie konnte ihre Arbeit im Krankenhaus wieder voll aufnehmen. Die Schmerzfreiheit hielt auch Monate nach der Behandlung an.

Zusätzlich zur Heilung der akuten und chronischen Schmerzen erhielt Catherine Dubois den dringenden Rat, ihre Lebensführung nachhaltig anzupassen und für ausreichenden Ausgleich, Bewegung und Pausen zu sorgen, um Rückfälle aufgrund erneuter Überlastung zu vermeiden.

Erschienen in der Naturheilpraxis
Ausgabe 07/2024.

Bildnachweise:
Depositphotos/AGTCM

Gabriele Fischer-Humbert

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