Special zu Post Covid
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Corona und kein Ende

Was jede:r selbst tun kann und wie die Chinesische Medizin eine gesunde Lebensweise unterstützt

Birgit Ziegler, Bickenbach

Corona hält nach wie vor die Welt in Atem und wird uns wohl auch in Zukunft weiter begleiten. Ende August 2021 sind ca. 60 % der Gesamtbevölkerung in Deutschland vollständig geimpft. So wichtig diese Maßnahme auch ist, bietet sie jedoch keinen vollständigen Schutz vor einer Erkrankung. Außerdem gibt es Hinweise, dass 10 - 35 % der Genesenen sogenannte Post-Covid-Symptome entwickeln können. Hierdurch können die Leistungsfähigkeit und die Lebensqualität der Betroffenen deutlich eingeschränkt sein. Als Symptom kommt Fatigue am häufigsten vor, aber auch Riech- und Geschmacksstörungen können länger bestehen bleiben. Umso wichtiger ist die individuelle Vorsorge vor einer möglichen Erkrankung und deren negativen Langzeitfolgen.

Welche zusätzlichen Möglichkeiten zu den AHA-Regeln (Abstand, Hygiene, Alltag-Maske) und Impfung können wir nutzen, um uns vor einer Ansteckung mit dem Corona-Virus zu schützen bzw. das Risiko zu einem Post-Covid-Verlauf zu reduzieren? Sowohl die AHA-Regeln als auch zusätzliche Maßnahmen zur Stärkung des Immunsystems schützen natürlich auch vor jeder anderen Infektion, z. B. mit Erkältungs- oder Grippeviren.

Hier zeigt sich die Stärke der Komplementärmedizin und insbesondere der Traditionellen Chinesischen Medizin. Mit „Yang Sheng“ (übersetzt heißt das „Lebenspflege“) vereint die Traditionelle Chinesische Medizin alle Formen der Gesunderhaltung und damit Maßnahmen für ein langes Leben.
Wie sieht nun diese Lebenspflege aus, deren Stärke die Prävention und Gesunderhaltung ist? Unsere Lebensgestaltung hat großen Einfluss auf unsere Gesundheit und damit auf die Vermeidung von Krankheiten. Die Methoden der Lebenspflege umfassen sowohl innere (u. a. Meditation) als auch äußere (u. a. Nahrungsaufnahme) Maßnahmen.

Äußere Maßnahmen zur Gesunderhaltung

Zunächst einmal müssen wir uns bewusst machen, aus welchen Quellen wir unsere Lebensenergie nähren. Da wir lebende, atmende Wesen sind, brauchen wir natürlich tägliche Energiezufuhr. Diese besteht aus Atemenergie, Nahrungsenergie und Schlaf (Regeneration).

  • Atemenergie

Atmen müssen wir in jeder Sekunde, egal, ob die Luft sauber oder mit Schadstoffen belastet ist. Schon heute wird ein nicht unerheblicher Teil von Atemwegserkrankungen auf die Feinstaub- und Schadstoff-Belastung der Luft in den Ballungszentren zurückgeführt. Darum ist Bewegung an frischer Luft so wichtig. Sie härtet außerdem ab und stärkt das Immunsystem. Hierbei kommt es auch darauf an, dass wir die tiefe Bauchatmung nicht vergessen. Eine gute gesunderhaltende Methode sind Atemübungen des Qigong. Diese sollten von einem/einer ausgebildeten Qigong-Trainer:in angeleitet werden.

  • Nahrungsenergie

Jeder Mensch hat es in der Hand, seine körpereigene Energie – und damit das Immunsystem – durch eine gesunde Ernährung zu stärken. Sie sollte so wenig wie möglich denaturiert sein, das heißt immer frisch zubereitet werden und eine jahreszeitliche Auswahl aus den angebotenen Früchten und Gemüsen darstellen. Auf unserer Webseite finden Sie hier dazu einige sehr informative Artikel mit schmackhaften und leicht nachzukochenden Rezepten.

  • Schlaf

Der Tag hat 24 Stunden, 2/3 davon sind der Aktivität gewidmet und etwa 1/3 sollte der Ruhe beziehungsweise dem Schlaf vorbehalten sein. Der Schlaf dient der Regeneration und wichtigen Stoffwechselprozessen. Er ist auch für ein intaktes Immunsystem und die mentale Leistungsfähigkeit wichtig.

Innere Maßnahmen zur Gesunderhaltung

Im Tagesverlauf kann die Aktivität gern durch kurze Ruhepausen unterbrochen werden, in denen wir zum Beispiel meditieren oder Taijiquan oder Qigong betreiben. Gerade Qigong und Taijiquan können hier wunderbar helfen, die Kräfte zu bündeln und die Energie zu stärken. Sie finden unter dem oben erwähnten Link zwei sehr schöne und einfache Qigong-Übungen. Sie sind einfach und sehr effektiv. Qigong und Taijiquan unterstützen sowohl den gesunden Geist als auch den gesunden Körper. Auch hierzu finden Sie nützliche Informationen unter www.agtcm.de/patienten/index.

Doch auch wenn Sie aus verschiedenen Gründen zu einer Risikogruppe gehören und eine Infektion mit dem Corona-Virus ernste Folgen für Sie haben könnte, sind die Präventivmaßnahmen in jedem Fall sinnvoll.

Wenn Sie eine Infektion überwunden haben und an dem sogenannten Post-Covid-Syndrom leiden, kann die Therapie mit den Fünf Säulen der Chinesischen Medizin hilfreich und unterstützend sein. Diese fünf Säulen umfassen

  • Akupunktur
  • Arzneimitteltherapie
  • Tuina (Massage)
  • Qigong
  • Ernährungstherapie

Bei Bedarf wenden Sie sich bitte vertrauensvoll an eine:n TCM-Therapeut:in in Ihrer Nähe. Eine Liste der Therapeut:innen in Ihrer Nähe finden Sie unter dem Stichwort „Therapeutensuche“ auf unserer Webseite.

Wir wünschen Ihnen gute Gesundheit!

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