Heuschnupfen? Muss nicht sein
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Heuschnupfen und juckende Augen - So kann Ihnen chinesischer Chrysanthementee Linderung verschaffen

Es gibt einige einfache und sehr effektive Möglichkeiten, Heuschnupfen selbst - z. B. mit Chrysanthemenblüten - zu lindern, wenn Antihistaminika und Cortison vermieden werden sollen und kein Akupunkteur oder Kräutertherapeut zur Verfügung steht. Doch selbst wenn man sich in Behandlung befindet stellen diese Maßnahmen eine sehr hilfreiche Unterstützung der Therapie dar.

Dafür sollte man einerseits die Lunge, Milz und Niere stärken und andererseits den eingedrungenen Wind behandeln. Die quälenden und akuten Symptome des Heuschnupfens, wie Niesen, Jucken und Brennen der Augen, Schwellungen der Schleimhäute und Fließschnupfen sind dem eingedrungenen Wind zuzuschreiben. Daher sollte man diesen Aspekt zuerst in Angriff nehmen.

Wind ausleiten mit Tee und Augenauflagen aus Chrysanthemi morifolii (Ju Hua)

Im Süden Chinas ist der Tee aus der Chrysanthemenblüte äußerst beliebt. Die strahlend gelben Blütenköpfe werden in der chinesischen Kräutermedizin verwendet, um durch ihre kühlende, scharf-bittere Wirkung Entzündungen, Schwellungen und Rötungen im Augen-, Nasen- und Rachenbereich zu behandeln. Sie eignen sich auch zur Einnahme bei Fieber, Kopfschmerzen und Schwindel. Die Blüten entfalten sich beim Aufkochen wie Schwämme und liefern einen schmackhaften Tee.

Die Blütenschwämme werden auf die juckenden, tränenden Augen gelegt, um Linderung von außen zu verschaffen. Packen Sie einige Blüten in zwei Teefilter, machen Sie einen Aufguss und lassen diesen einige Minuten ziehen. Nehmen Sie dann die Teefilter heraus, lassen Sie diese lauwarm abkühlen und legen Sie diese auf Ihre Augen.

Der Teesud wird (evtl. leicht gesüßt) mehrmals täglich getrunken, um die Anwendung innerlich zu verstärken.

Durch Stärkung von Lunge, Milz und Niere weniger anfällig für Heuschnupfen
 

Die Stärkung von Lungen, Milz und Niere braucht ihre Zeit und sollte nicht nur während der Allergiesaison, sondern am besten bereits im Herbst begonnen werden. Neben Akupunktur und Kräutertherapie kann über die Ernährung und Lebensweise viel erreicht werden.

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Lungen-Qi stärken
Für eine Kräftigung der Lungen haben sich Atemtechniken bewährt, wie sie im Qigong, Tai Chi oder Yoga gelehrt werden. Regelmäßige Waldspaziergänge außerhalb der Allergiesaison stärken die Lungen durch moderate Aktivität und - wie mittlerweile wissenschaftlich herausgefunden wurde - durch die in der Waldluft vorhandenen sekundären Pflanzenstoffe.

Ganzheitlicher Tipp: Da die Lunge mit der Emotion der Trauer in enger Verbindung steht, ist es für ein gesundes Lungen-Qi wichtig, der eigenen Trauer ein Ventil zu geben, sobald sie auftritt, anstatt sie zu unterdrücken und anzustauen.

Milz wärmen und stimulieren
Die Milz wird durch eine leicht süße, leicht verdauliche, überwiegend wärmende und gekochte Kost gestärkt. Sämtliche gelben und orangen Gemüsesorten, wie Kartoffeln, Pastinake, Kürbis, Karotten, Süßkartoffeln usw. sind als Grundlage für 2-3 warme Gerichte pro Tag bestens geeignet.

Aromatische und leicht scharfe Gewürze, wie Kardamom, Zimt, frischer Ingwer, Senfsaat und Basilikum, zerstreuen Schleim- und Flüssigkeitsansammlungen und trocknen die feuchte Lunge über den Weg der Milz. Nicht zu empfehlen sind Rohkost, ein Übermaß an Milchprodukten, Südfrüchte und Süßigkeiten. Diese Nahrungsmittel fördern die Zunahme von Kälte und Feuchtigkeit im Verdauungstrakt und in der Lunge.

Ganzheitlicher Tipp: Auf emotionaler Ebene sollten Kummer und Sorgen möglichst gemieden werden.

Niere tonisieren für ein robustes Immunsystem
Die Nieren werden durch eine ausreichende Menge Schlaf am besten gestärkt. Die Schlafhygiene ist oft gestört durch zu viele sensorische Reize und mentale Aktivität bis in die späten Abendstunden. Schlafstörungen sind in Deutschland daher mittlerweile zur Volkskrankheit aufgestiegen und sollten nicht auf die leichte Schulter genommen werden.

Spätes oder übermäßiges Surfen im Internet, Fernsehen oder Computerspielen beeinträchtigen nachweislich nicht nur die Schlafmenge, sondern auch die Schlafqualität. Umgekehrt hat sich gezeigt, dass regelmäßige Meditation die Nieren stärkt – weil sie den Geist beruhigt und den Schlaf verbessert.


Über die Ernährung lässt sich ebenfalls etwas erreichen: Spezielle TCM-Kraftsuppen und Eintöpfe auf Basis von Lammfleisch- oder Rindfleischknochen bauen das Nieren-Qi gezielt auf, wenn sie sehr lange köcheln (4-24 Stunden!).


Walnüsse und Pinienkerne
Lammfleisch, Hirschfleisch, Wildschweinfleisch
Seefisch mit hohem Fettanteil
Warmes Wasser trinken, kein kaltes Wasser und kein kohlensäurehaltiges Wasser

Ganzheitlicher Tipp: Übermäßiges Arbeiten, sexuelle Aktivität, Saunieren und Extremsport schädigen die Nierenenergie und sollten bei einer Schwäche der Niere gemieden werden.


Autor
Dominik Daling
Heilpraktiker für Chinesische Medizin
Beethovenstr. 44
33604 Bielefeld
daling(at)bielefeld-akupunktur.de
www.bielefeld-akupunktur.de

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