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Der Sommer auf dem Teller – Ernährungstipps nach TCM

Lebensfreude, Lust, Liebe, Lachen, Kreativität und Inspiration entsprechen der Wandlungsphase Feuer und dem Sommer. Die alten Weisen empfahlen, sich der Jahreszeit gemäß zu verhalten. Das gilt auch für die sommerliche Ernährung. Damit ist jedoch nicht das Grillen im Garten gemeint, sondern der Genuss von Speisen, die sich durch ihre thermische Qualität besonders für die warmen Monate eignen. Wie kommt man möglichst leicht durch die drückende Hitze schwüler Tage? Durch leichte Speisen.

Ernährung nach TCM im Sommer: Luftige Speisen

Warum ist das wichtig? Dem Sommer ist das Herz zugeordnet, das im Sommer des besonderen Schutzes bedarf. Da es, wie der Sommer, zur Wandlungsphase Feuer gehört, muss es vor Hitze geschützt werden. Besonders bei schwül-warmem Wetter bekommt man leicht Kreislaufprobleme. 

Zu der heiteren Leichtigkeit, die im Sommer angezeigt ist, würden schwer im Magen liegende Eintöpfe ganz und gar nicht passen. Heiterkeit und Leichtigkeit kommen dann auf, wenn das Qi, die Lebensenergie, und das Blut unbeschwert fließen können. 

Mehr noch: Die Energie sollte nach „oben“ fließen. Nach oben zum Herzen und um den Geist, den „Kopf“, frei zu halten von schweren Gedanken. Dazu passen zum Beispiel Blattsalate und leicht verdauliche, nicht zu lange gekochte Gemüse.

Und zur Oberfläche, zur Haut, soll die Energie fließen. Damit soll verhindert werden, dass sich im Inneren des Körpers Hitze anstauen kann. Mit anderen Worten: Das Schwitzen soll gefördert werden, wenn es heiß wird. Aber bitte nehmen Sie dafür keine Eiswürfel. Wenn Sie schon mal in heißen Ländern waren, dann wissen Sie vielleicht, dass die Menschen dort heißen Tee trinken und keine Cola mit Eiswürfeln. Der heiße Tee, und zusätzlich oft scharf gewürzte Speisen, treiben die Hitze von innen nach außen.

Wochenmarkt liefert kühlende und befeuchtende Lebensmittel

Es heißt auch, im Sommer soll die kühlende Kraft des Körpers, die wie ein Thermostat funktioniert, bewahrt werden. Kühlung von innen bedeutet aber nicht, immerzu eisgekühlte Getränke und Speisen aus dem Kühlschrank zu sich zu nehmen. 

 

Stattdessen stellt die Natur uns säftereiches Obst und wasserreiche Gemüsesorten zur Verfügung. Beide kühlen den Körper sanft und schonend. Sie befeuchten ihn zusätzlich und kompensieren so den Flüssigkeitsverlust durch das Schwitzen. 

Im Sommer haben Gurken, Tomaten, Radieschen, Rettich und Zucchini, Staudensellerie und Paprikaschoten Saison, die dem Körper genügend Flüssigkeit zur Verfügung stellen und zusätzlich eine kühlende Wirkung haben. Damit Sie nicht gleich zum Rohköstler werden: Auch gekocht oder gedünstet behalten die Gemüse noch ihre kühlende Wirkung.

An Obst kommen im Sommer Erdbeeren, Stachelbeeren, Johannisbeeren, Himbeeren, Brombeeren, Aprikosen, Pfirsiche, Mirabellen, Pflaumen, Äpfel und Birnen auf den Markt.

Vom Geschmack her sind viele Gemüse süß, aber teilweise auch scharf.

Nach der Chinesischen Medizin ist der mild-süße Geschmack der am meisten nährende. Gemeint ist die Süße, die sich beim Kauen von gekochtem Reis im Mund entfaltet, nicht die von Süßigkeiten. Das Scharfe hilft, Qi und Blut zu bewegen.

Einige Blattsalate wie Radicchio sind bitter und süß. Der bittere Geschmack unterstützt das Herz und regt die Magensäfte an. Der saure Geschmack im Obst hilft, die Säfte im Körper zu bewahren und zu fördern. Sie können daran erkennen, dass die Natur uns im Sommer aufs Beste versorgt.

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Sommerliche Speisen - Im Handumdrehen

Im Frühsommer ist das heimische Gemüse so schmackhaft und zart, dass es ohne großen Aufwand zum Mittelpunkt einer Mahlzeit werden kann. 

Einheimische Kartoffeln für Qi und Blut
Als Grundnahrungsmittel sind neue, einheimische Kartoffeln ein Fest - zum Beispiel als Pellkartoffeln mit Quark oder auch nur mit Butter und Salz. Sie sind nicht zu vergleichen mit der wässrigen Importware. Übrigens eine einfache Speise, um Ihr Qi und Blut zu stärken. 

Und den Quark können Sie gut anreichern mit allen möglichen grünen Küchenkräutern, die Sie auf dem Wochenmarkt finden oder im eigenen Garten. Wenn Sie in der Frankfurter Gegend wohnen, kennen Sie die „Grüne Soße“, für die schon Goethe schwärmte und die er sich später sogar nach Weimar schicken ließ.

Küchenkräuter
Sieben Kräuter gehören in die Frankfurter Grüne Soße: Petersilie, Kerbel, Borretsch, Pimpinelle, Kresse, Schnittlauch, Sauerampfer. Andere Kräuter wie Dill, Estragon oder gar Basilikum würden den Geschmack genauso übertünchen wie Knoblauch, Zwiebel oder Gewürzgurke. 

Dicke Bohnen
Eigentlich wäre damit über die Ernährung im Sommer fast schon alles gesagt, wenn es nicht besonders im Frühsommer für nur kurze Zeit Gemüsesorten gibt wie dicke grüne Bohnen („Saubohnen“), Erbsen, Mangold und Spitzkohl. Sie sollten diese Artenvielfalt nutzen und auch mal neue Rezepte ausprobieren, denn die Natur hält jetzt besonders viele Nährstoffe in Form dieser frischen Gemüsesorten für uns bereit.

Dicke Bohnen oder Saubohnen zum Beispiel erhalten Sie besonders im Juni und Juli frisch auf dem Wochenmarkt. Wundern Sie sich nicht, wenn Sie eine große Tüte Bohnen kaufen und nach dem Auspellen der Bohnenkerne aus den wattierten Schoten am Ende eine viel kleinere Menge im Topf haben. Kochen Sie die Bohnen ca. 20-30 Minuten in Wasser, gießen sie danach ab und schwenken Sie sie in warmem Olivenöl. Dann salzen, pfeffern und mit Zitronensaft beträufeln. Dazu reichen Sie Couscous oder Polenta. Probieren Sie es mal aus.

Gesunde Naschereien
Die süßesten Erdbeeren des Sommers sind günstig zu haben. Die Erdbeeren schmecken sehr gut mit Quark zusammen. Träufeln Sie noch ein wenig Zitrone über die Erdbeeren, ein wenig Vanillezucker schadet auch nicht. Zudem gibt es jetzt auch Stachelbeeren. In manchen Regionen Deutschlands serviert die Köchin zum Kalbsbraten eine süß-saure Sauce aus Stachelbeeren.

Salate stehen im Sommer hoch im Kurs
In Stücke geschnittene Tomaten, Gurken, glatte Petersilien-Blätter und Knoblauch mit Essig und Olivenöl ergeben einen herrlichen Salat an heißen Tagen. Überhaupt können Salate bunt ausfallen: Mischen Sie nach Herzenslust Friséesalat, Lollo Rosso, Rucola, Eichblattsalat, Gurke und Radicchio – alles aus heimischem Anbau. Auch dünn geschnittener Fenchel schmeckt gut im Salat, wer es schärfer mag, greift zu knackfrischem weißem Rettich.

Guten Appetit!
 

Autor

Helmut Magel
Heilpraktiker und Lebensberater 
Löhrerlen 16, 
42279 Wuppertal
Telefon: (0202) 59 32 37
h.magel(at)t-online.de

 

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