16.07.2025
Die benigne Prostatahyperplasie (BPH) ist eine gutartige Vergrößerung der Prostata, die vor allem ältere Männer betrifft. Sie entsteht durch eine Hyperplasie des Drüsengewebes, häufig in der Transitionszone der Prostata. Die genaue Ursache ist unklar, diskutiert werden jedoch altersbedingte Veränderungen im Hormonhaushalt, insbesondere eine relative Zunahme von Dihydrotestosteron und Östrogen, sowie Wechselwirkungen zwischen Stroma und Epithel. Risikofaktoren sind Entzündungen, Übergewicht und möglicherweise genetische Faktoren. Typische Symptome sind häufiger Harndrang, nächtliches Wasserlassen, abgeschwächter Harnstrahl, imperativer Harndrang und Restharnbildung (sogenannte Lower Urinary Tract Symptoms, LUTS).
Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) erklärt die BPH anders als die Schulmedizin: Sie sieht als Ursache eine Zirkulationsstörung von Blut, Qi und Körperflüssigkeiten in der Prostata, die durch zu wenig Bewegung, sitzende Tätigkeiten oder im Alter entstehen kann. Aus Sicht der TCM spielen „Feuchte-Hitze“ und „Blutstagnation“ im unteren Körperbereich eine zentrale Rolle. Diese „Verschlackung“ führt zu Schwellung und begünstigt Entzündungen. Die Behandlung zielt darauf ab, den Qi-Fluss und die Zirkulation wiederherzustellen, Hitze zu kühlen und Blockaden aufzulösen. Dafür werden Akupunkturpunkte an Beinen, Bauch und unterem Rücken genutzt, niemals direkt an der Prostata. Ergänzend kommen chinesische Kräutertherapie, Ernährungsanpassung und spezielle Übungen zum Einsatz.
Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) beeinflusst die Behandlung der benignen Prostatahyperplasie (BPH) durch einen ganzheitlichen Ansatz, der sowohl auf die Symptome als auch auf die zugrundeliegenden energetischen und funktionellen Störungen abzielt.
Ganzheitlicher Ansatz: Die Behandlung berücksichtigt nicht nur die körperlichen Symptome, sondern auch die Lebensführung des Patienten. So sollen Blockaden in den Meridianen gelöst und die Energie (Qi) wieder zum Fließen gebracht werden.
Zusammengefasst setzt die TCM bei der Behandlung der Prostatahyperplasie auf eine Kombination aus Akupunktur, Kräutertherapie, Ernährung und Bewegung, um die Symptome zu lindern und die zugrundeliegenden Störungen im Energiefluss und Stoffwechsel zu beheben.
Ein ausführlicher Artikel zu diesem Thema erscheint in der August-Ausgabe der Zeitschrift AKOM - Fachmagazin für Angewandte KOMplementärmedizin.
Bildnachweis: Depositphotos/AGTCM

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von 1983 - 1996 mehrere Aufenthalte in Indien und Sri Lanka.
1987-1990 HP-Ausbildung und Prüfung
1992-1993 Akupunkturkurse im Rahmen der Fortbildung bei den Freien Heilpraktikern in Düsseldorf mit Gerd Ohmstede.
1994-1996 Akupunkturausbildung im Ausbildungszentrum Mitte in Offenbach.
1997 -1998 Pharmakologie-Ausbildung bei Barbara Kirschbaum und Walter Geiger.
Dozententätigkeiten bei der Union Deutscher Heilpraktiker in Hessen und an der Hessischen Heilpraktiker-Fachschule in Hochheim.
Seit Anfang 1999 Dozentin am Ausbildungszentrum Mitte in Offenbach und von Mai 1999 bis Mai 2007 und Mai 2019 bis Mai 2024 2. Vorsitzende der AGTCM. Im Mai 2025 wurde Sie zur 1. Vorsitzenden der AGTCM gewählt.
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