In diesem Beitrag beschreibt die Autorin das Leber-Gallenblasen-System aus Sicht der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). Anders als in der Biomedizin versteht die TCM unter Leber und Gallenblase keine isolierten Organe, sondern Funktionskreise, die eng mit dem Energiefluss in den Leitbahnen verbunden sind. Jedem System werden zudem Emotionen, Jahreszeiten und spezielle Pathologien zugeordnet.
Die Leber sorgt für den harmonischen Qi-Fluss und speichert Blut, die Gallenblase steht für Mut und Entschlossenheit. Gerät dieses System aus dem Gleichgewicht, etwa durch Stress oder Frustration, kommt es häufig zu Leber-Qi-Stagnation – eine der häufigsten Diagnosen im Westen. Typische Symptome sind Kopfschmerzen, Verspannungen, Verdauungsstörungen oder PMS mit Reizbarkeit und Schmerzen.
Anhand des Fallbeispiels einer jungen Jurastudentin mit Kopfschmerzen, PMS und Stress wird die praktische Behandlung erläutert. Mit Akupunkturpunkten wie Le 3, Gb 41 oder den „vier Toren“, ergänzt durch Gua Sha und Lebensstilratschläge, konnten Beschwerden wie Kopfschmerzen und prämenstruelle Symptome innerhalb weniger Wochen deutlich reduziert werden.
Der Artikel zeigt, wie die TCM körperliche, emotionale und saisonale Einflüsse ganzheitlich betrachtet und so individuelle Therapieansätze für häufige Beschwerden wie PMS oder Spannungskopfschmerzen bietet.
Dieser Artikel wurde in der AKOM 04/2024 veröffentlicht. Wir danken dem Verlag für die freundliche Genehmigung zur Veröffentlichung.
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