19.08.2025
Der ersehnte Schlaf scheint unerreichbar: Statt entspannt in den wohligen Schlummer zu sinken, wird man immer unruhiger und wacher. Die Fußsohlen werden heiß, bis hinauf zu den Unterschenkeln, die Haut beginnt zu kribbeln, jucken und zu brennen. Man verspürt den Drang, die Stellen zu reiben, die Füße und Beine zu strecken, zu dehnen oder man versucht, die Füße zu kühlen: Mit kaltem Wasser, auf kalten Steinstufen, mit was auch immer – und das alles, obwohl man eigentlich hundemüde ist und nur noch schlafen will.
Die Symptome, unter denen die Betroffenen des Restless Legs Syndroms, kurz RLS, leiden, sind oft sehr ähnlich: Sie verstärken sich am späten Nachmittag oder Abend. Die Unruhe in den Beinen und der innere Bewegungsdrang alarmieren uns genau dann, wenn wir nach einem anstrengenden Tag eigentlich Ruhe und Entspannung suchen.
Die Liste der möglichen Gründe für das RLS ist lang: Steckt eine neurologische Erkrankung dahinter oder eine Nierenschwäche? Liegt eine Schilddrüsenüberfunktion, eine rheumathoide Arthritis oder ein Diabetes Typ-II vor? Oder ist eine Durchblutungsstörung oder nur ein einfacher Eisenmangel der Auslöser? Ob und welche dieser Ursachen zu Grunde liegen, muss in einer fundierten Differentialdiagnose abgeklärt werden, damit die auslösende Erkrankung auch behandelt werden kann.
Aber was bleibt, wenn aus Sicht der westlichen Medizin keine Ursache aufgedeckt werden kann, die Beschwerden aber anhalten?
So ergeht es auch Angelika Behring[1]. Die 59-Jährige arbeitet in einer Werbeagentur gerne und viel und kommt mit der beruflichen Belastung gut zurecht – bis sich die Beschwerden der Restlos Legs über mehr als ein Jahr hinweg erst sehr langsam einstellen, aber schließlich immer mehr zunehmen.
Wenn andere Erkrankungsursachen ausgeschlossen werden können, sind L-Dopa und Dopaminagonisten eine häufige Therapieempfehlung. Auch Angelika Behring bekam diesen Vorschlag von ihrem Hausarzt. Diesen Versuch möchte die sportliche, aktive, und zierliche Frau noch zurückstellen und zuvor die „Chinesische Medizin“ ausprobieren. „Eigentlich komme ich auf Anraten meiner Freundin. Bei ihren Schlafproblemen hatte ihr die TCM so gut geholfen“, erzählt sie mir bei unserem ersten Termin: Und, dass sie auch etwas abgeschreckt war, „von den Nebenwirkungen wie Müdigkeit und Kreislaufproblemen“. Damit hatte sie ja durch das RLS zu kämpfen.
Werden höhere Dosen von Dopaminagonisten für die Behandlung erforderlich, kann es auch zu Verhaltensänderungen, sogenannten Impulskontrollstörungen kommen: Man wird süchtig nach Essen oder Sex. Auch zu Spiel- oder Kaufsucht und Zwangshandlungen kann es kommen.
Die wichtigste Nebenwirkung, die bei der Behandlung mit L-Dopa und Dopaminagonisten auftreten kann, ist die sogenannte Augmentation. Hierbei handelt es sich um eine Verschlimmerung der Symptomatik der Restless Legs: Die Beschwerden treten dann früher am Tage auf, halten länger an und verstärken sich.
„Augmentation“ - Verschlechterung der Symptome als Nebenwirkung
Eine anhaltende Verschlechterung des Restless-Legs-Syndroms gilt als die wichtigste zu beachtende Nebenwirkung der dopaminergen Therapie. Sie tritt vor allem unter L-Dopa-Therapie, aber auch bei der Behandlung mit Dopamin-Agonisten auf.
Die Symptome treten im Tagesverlauf früher auf, die Intensität nimmt zu und/oder weitet sich aus, z. B. auf die Arme. Augmentation ist damit eine ernst zu nehmende Nebenwirkung. Meist führt sie zu einer Änderung der Dosierung, einer anderen Kombination, beispielsweise mit Opiaten oder zum Absetzen des Medikaments.[2]
Frau Behring sucht meine Praxis im Januar 2022 auf. Ihr Hauptproblem: Erst ab 2 Uhr nachts findet sie in den Schlaf. Davor versucht sie die Unruhe in ihren Beinen durch Bewegung und Kühle zu lindern.
Im Weiteren ergibt die Anamnese, dass seit ihrer Menopause 2017 vereinzelt Hitzewallungen in der Nacht auftreten, teils mit Herzklopfen. Seit 2021 hat beides zugenommen. Seitdem treten auch vermehrt Petechien auf – sehr kleine punktförmige Einblutungen in der Haut. Auch ihre Augen sind gereizt und fühlen sich sehr trocken an.
Besonders zu schaffen macht Angelika Behring ihre innere Anspannung: „Sonst hat mich nichts so leicht aus der Ruhe gebracht. Jetzt bin ich ungeduldig und ungerecht gegen andere und ich selbst reagiere viel empfindlicher bei „Gegenwind“ in der Werbeagentur“.
Ihre frühere Menstruation beschreibt sie als pünktlich alle 28 Tage, die sich immer mit Brustspannen und Reizbarkeit bemerkbar machten. Die Blutung war an den beiden ersten, von insgesamt 5 Tagen schmerzhaft mit dunklerem Blut mit Klümpchen. Das letzte Jahr vor der Menopause verlängerten sich die Zyklen, die Blutung wurde weniger und dunkler.
Die Pulsdiagnose zeigt, dass der Puls leicht beschleunigt ist und eine „raue“ Qualität hat. Bei der Betrachtung der Zunge fallen die stark gestauten Unterzungenvenen auf. Der Zungenbelag ist dünn, der Zungenkörper an den Rändern etwas erhaben.
Durst und Appetit sind unauffällig, die Verdauung ist etwas träge mit trockenem Stuhl an jedem bis jedem zweiten Tag.
Wie der Verlauf der Menstruation anzeigt[3], lag bereits vor Beginn der Menopause, vor 5 Jahren, eine schon länger bestehende Qi- und Blutstagnation vor. Beides hatte sich über die Jahre nicht gelöst, sondern zugenommen. Auf Nachfrage, wie sie mit den Lockdown-Phasen während der Pandemie zurechtkam, erklärt sie, dass diese Zeiten für sie wegen des fehlenden direkten Kontakts zu Familie und Freund:innen sehr belastend waren. Was ich oft beobachten konnte, traf auch bei Angelika Behring zu: Bereits vorhandene Beschwerden werden verstärkt, durch eine Stagnation des Zong-Qi[4] - durch die Umstände des Lockdowns. Die Versorgung der unteren Extremitäten mit ausreichend Qi und Blut wird schließlich so vermindert, dass es zum RLS kommt. Die Patientin hat den Impuls, die Beine zu bewegen, um der Stagnation entgegen zu wirken und zu kühlen, um die entstehende Stagnationshitze zu lindern.
Medikamente können RLS auslösen und verstärken
Für das Therapieprinzip ergibt sich hieraus, dass die Stagnation von Qi und Blut gelöst und die Stagnationshitze ausgeleitet werden sollen. Zugrunde gelegt ist die klassische Rezeptur Xiao Cheng Qi Tang (Minor Order the Qi Decoction) eine Abwandlung von Da Cheng Qi Tang (Major Order the Qi Decoction) aus dem Shang Han Lun. Modifiziert habe ich diese Rezeptur für die Blutstase und den Blutmangel[5] mit den Kräutern Tao Ren, Chi Shao, Dang Gui und Dan Shen, und die Stagnationshitze zusätzlich mit Mu Dan Pi und Zhi Zi. Diese Kräuter (Rezeptur A) werden als Granulat verabreicht, für vier Wochen, mit der Tagesdosis von 2 x 2 Gramm.
Abbildung 1: Rezeptur A
Nach vier Wochen war eine deutliche Verbesserung erreicht: Die Symptome waren milder, die Einschlafzeit verkürzt. Nächtliches Herzklopfen war nicht mehr aufgetreten. Die Verdauung war täglich und die Patientin fühlte sich wieder mehr wie sie selbst. Die Unterzungenvenen waren weniger gestaut. Die Rezeptur wurde noch einmal für zwei Wochen verschrieben, in gleicher Zusammensetzung, nur Shu Da Huang wurde entfernt.
Beim nächsten Besuch waren die Beschwerden weiter zurückgegangen. Das Einschlafen dauert nun etwa noch eine halbe Stunde, die Unruhe in den Beinen tritt kaum mehr auf. Aber die Patientin klagt noch immer über Müdigkeit und ihre Augen waren noch immer trocken.
Die 3. und letzte Rezeptur wurde entsprechend verändert: Dan Shen, Mu Dan Pi und Zhi Zi wurden entfernt und hinzugefügt wurden Huang Qi 9 g und Zhi Mu 9g, um das Zong-Qi zu tonisieren, die „Wärme“ des Huang Qi auszugleichen und das Yin zu stützen, damit es nicht von trocknenden Eigenschaften einiger Kräuter verletzt wird. Auch Gou Qi Zi, 9 g wurde ergänzt, um das Blut noch weiter aufzubauen.
Dieses Rezept nahm die Patientin noch einmal 4 Wochen ein, wieder 2 x 2 Gramm als Granulat. Dann waren die Restless Legs gänzlich ruhig geworden und Angelika Behring fühlte sich wieder ausgeglichen und voller Energie.
In der zweiten Fallgeschichte möchte ich die Behandlung eines 29-jährigen Mannes schildern, der in mehrfacher Hinsicht völlig anders gelagert ist. In der Regel treten die Restless Legs ja meist in höherem Alter, um die Mitte bis Ende 50 auf. Besonders ist auch, dass der junge Mann unter ADHS leidet und aus diesem Grund mit Ritalin behandelt wird. Ritalin ist ein Amphetamin und steigert die Konzentration der Nervenbotenstoffe Dopamin und Noradrenalin im Gehirn. Es wirkt damit als Stimulus für das Gehirn, ähnlich L-Dopa und sollte eigentlich einem Restless Legs-Syndrom entgegenwirken.[6]
Besonders ist der Fall von Nigel Adams[7] auch, weil seine Anamnese online bei einem Zoom-Meeting erfolgt. Die „Fern-Behandlung“ des gebürtigen Briten beginnt im Juni 2022. Der Texter und Schriftsteller aus Berlin beschreibt seine Arbeit als „sehr stressig“. Ständig muss er Abgabetermine einhalten, bei zu kurzen Zeitspannen für die Realisation. Als Hauptbeschwerden nennt Nigel Adams die verlängerten Einschlafzeiten wegen seines RLS. Er reibt seine Unterschenkel eine bis zwei Stunden unablässig, um die Missempfindungen wie Kribbeln und Unruhe zu verringern. Mindestens einmal wacht er auf und kann dann wegen Herzklopfen nicht gleich wieder einschlafen. Außerdem klagt er über Verdauungsbeschwerden: Mehrfach täglich sehr stinkende weiche bis durchfällige Stühle. Diese Symptome haben sich seit dem Sommer 2021 langsam aufgebaut und verschlechtert. Die Energie ist wechselnd. Sport treibt er wenig, weil er sich „nicht ausreichend organisiert“. Wenn er mit Kunden und Auftraggebern über seine „Werke“ spricht, muss er sich sehr kontrollieren, um nicht „ausfallend zu werden, wenn sie meine Arbeit kritisieren und Änderungen verlangen, obwohl sie selbst nicht die geringste Ahnung haben! Da könnte ich ausflippen.“
Schon längere Zeit ernährt sich Nigel Adams sehr schlecht. Tagsüber isst er kaum. Seine Hauptmahlzeit findet abends unterwegs statt und ist üppig, begleitet von reichlich Bier.
Die Musterdifferenzierung aus Sicht der Chinesischen Medizin ergibt hier eine sogenannte Feuchte-Hitze. Dies spiegelt sich auch auf der Zunge wider. Sie weist im mittleren und hinteren Bereich einen dicken, gelblich, klebrigen Belag auf. Der Zungenkörper ist gerötet, besonders an der Zungenspitze. Im vorderen Drittel der Zunge sind Risse und Furchen: Die Hitze hat bereits begonnen die Säfte und das Yin zu schädigen.
Wie kommt es zu Feuchter Hitze und wie kann Feuchte-Hitze zu Unruhe in den Beinen führen? Bei Nigel Adams spielen seine Lebens- und Ernährungsgewohnheiten eine zentrale Rolle. Üppiges Essen abends mit Alkohol überfordert seinen Stoffwechsel. Seine Mitte wird durch die dauernde Überarbeitung in seinem Job zusätzlich geschwächt. Was ihr zugeführt wird, kann sie nicht mehr zu wertvollen Substanzen für den Körper umwandeln und Abfallstoffe ausscheiden, stattdessen verbleibt Feuchte Hitze im Körper. Sie behindert die Zirkulation von Qi und Blut überall,auch in den Extremitäten. Wenn der Organismus vor dem Einschlafen zur Ruhe kommt, macht sich diese Stagnation deutlich bemerkbar. Durch das Reiben versucht Nigel Adams, der Stagnation für den Moment instinktiv entgegenzuwirken. Auch versucht sein Körper, diese Abfallstoffe loszuwerden, durch den häufigen Stuhlgang und die Durchfälle. Das nächtliche Herzklopfen erklärt sich durch die Hitze, die bereits beginnt, in das Blut zu gehen und das Herz unruhig macht.
Nahrungs- und Genussmittel können RLS verstärken
Um den Stoffwechsel von der Feuchten Hitze zu befreien, muss unter anderem auch purgiert, also abgeführt werden. Damit wird nicht nur das Verdauungssystem entlastet, sondern auch das Blut. Verschiedene bitter-kalte Drogen vermögen unphysiologische Stoffe auch aus dem Blut auszuleiten. Das Blut wird wieder physiologisch und kann abends und in Ruhe wieder ungehindert in der Peripherie zirkulieren.
Durch die berufliche Überlastung wurden auch das Qi und die Transformationsfunktion der Mitte geschwächt. Drogen, die das Qi und die Mitte tonisieren, adressieren diese Leere. Transformiert die Mitte nicht ausreichend, kann nicht ausreichend Substrat für die Blutbildung aus dem Essen extrahiert werden: Das Blut wird schwach. Auch Blut und die physiologischen Flüssigkeiten müssen also genährt werden, auch um abzusichern, dass die bitter-kalten Drogen das Yin und die Säfte nicht schädigen.
Die Rezeptur wird wieder als Granulat (Rezeptur B) eingenommen, mit der Dosierung von drei mal drei Messlöffeln täglich. Aufgrund der „Telemedizin-Situation“ werden wöchentliche Besprechungen mit jeweils aktuellen Fotos der Zungenober- und -unterseite vereinbart.
Abbildung 2: Rezeptur B
Nach der ersten Woche der Einnahme des wirklich „sehr bitteren Tees“, so Nigel Adams, hat sich seine Verdauung deutlich verändert: Er hat keinen Durchfall mehr und nur noch zweimal täglich Stuhlgang, der aber noch deutlich riecht. Die Unruhe in den Beinen hat nur etwas nachgelassen. Nachts wacht er kaum noch auf, falls doch, dann ohne Herzklopfen. Die Zunge zeigt etwas weniger Belag.
Die zweite Woche der Granulateinnahme bringt weiter Verbesserungen bei der Verdauung: Der Stuhlgang ist einmal täglich, fester und riecht weniger. Nigel Adams isst mehr „gesunde“ Speisen.[8] Die Symptomatik der Restless Legs hält noch für eine knappe Stunde an. Schlechter geworden ist aber seine Energie, er fühlt sich öfter am Tag müde.
Durch das Ausleiten der Feuchten Hitze zeigt sich nun, dass Nigel Adams eine deutliche Qi-Schwäche hat. Ich verändere die Rezeptur folgendermaßen: Da Huang nehme ich aus der Rezeptur heraus, 12 Gramm Huang Qi füge ich hinzu.
Bereits nach einer weiteren Woche nehmen die RLS-Symptome deutlich ab. Nach einer weiteren Woche sind sie völlig verschwunden. Nigel Adams fühlt sich wieder energievoll und fit.[9]
Die Behandlung ist trotzdem nicht vorbei: Anhand eines Diätplanes erkläre ich, wie wichtig eine ausgewogene Mischkost mit drei Mahlzeiten und die massive Reduktion seines Alkoholkonsums ist, damit sich nicht wieder toxische Feuchte Hitze in seinem Körper ansammelt.[10] Und, dass er – wie früher –
2 - 3 x die Woche Joggen sollte. Dann kann er sein konstitutionell kräftiges Yang produktiv in Fitness und intensiveren Stoffwechsel umsetzen.
Was man westlich vielleicht nur als Verschiebungen im Stoffwechsel sieht, liefert östlich interpretiert präzise Informationen: Stagnationen von Qi, Blut oder Feuchte Hitze mit Qi- und Blutmangel. Die beiden Fallbeispiele beschreiben das große Behandlungsspektrum, das sich für die Chinesische Medizin hier ergibt. Mit individuellen und präzisen Therapien kann sie hier ansetzen, weil sie ein tiefes Verständnis von physiologischen und pathologischen Prozessen im Körper verfügt. Die Erkrankungsmuster selbst werden behandelt. Anders, als beispielsweise das Vorgehen der westlichen Medizin bei RLS, wenn medikamentös zentral in den Gehirnstoffwechsel eingegriffen wird, mit dem Risiko, dass die Behandlung die Symptomatik verschlimmert.
Auch die Risiken – durch einen vielleicht bedenkenlosen Einsatz von Arzneimitteln, die das RLS selbst auslösen können, wie etwa Antihistaminika – wären durch eine gefahrlose und tragfähige Behandlung mit dem Wissen der Chinesischen Medizin vermeidbar.
Referenz:
[1] der Name wurde von der Autorin geändert
[2] Vergleiche hierzu: Ralf Schlenger, Deutsche Apothekerzeitung, DAZ 2019, Nr. 51, S. 42, 19.12.2019, https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/daz-az/2019/daz-51-2019/fallstricke-beim-restless-legs-syndrom
[3] Die Qi-Stagnation lässt sich an den PMS-Zeichen wie Brustspannen und Reizbarkeit vor der Menstruation ablesen. Die Blutstagnation zeigt sich durch die Schmerzen an den ersten beiden Tagen der Blutung. Wenn das Blut danach ungehindert fließt, lassen die Schmerzen nach. Zudem ist das Blut anfangs dunkler und hat Klümpchen.
[4] Warum ich nach den drei Qi (Wei-Qi, Zong-Qi und Ying-Qi) differenziere, würde hier den Rahmen sprengen, nur so viel: das Zong-Qi ist im Körper u. a. wichtig für die Bewegung von Stoff.
[5] Der Blutmangel ist bei dieser Patientin ablesbar an den trocken Augen und dem trockenen Stuhl. Hitzezeichen, die evtl. auch zu dieser Trockenheit führen könnten, liegen nicht vor.
[6] Ritalin schwächt das Qi der Mitte, was unter anderem zu Appetitlosigkeit und Durchfällen führt. Letztlich wird damit auch das Blut geschwächt, weil Blutaufbau eine wichtige Funktion der Mitte ist.
[7] Der Name des Patienten wurde von der Autorin geändert.
[8] Drei junge Ukrainer, die er bei sich aufgenommen hat, „kochen andauernd Suppen und Eintöpfe und bitten mich, mit ihnen Abend zu essen.“
[9] Mit diesen Rezepturen wurden außerdem die Nebenwirkungen des Ritalin, wie Qi- und Blutleere behandelt.
[10] Manuela Heider de Jahnsen: Das große Handbuch der Chinesischen Ernährungslehre, 5. Auflage, 2016. Einzelne Lebensmittel sind hier ebenso übersichtlich aufgeführt mit ihren Eigenschaften, wie auch Erklärungen und Nahrungsmittellisten dazu, wie man sich bei bestimmten Pathologien ernähren soll, beispielsweise bei Feuchter Hitze.
Bildnachweis: Depositphotos/AGTCM

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