Der Artikel beleuchtet die Behandlung von Herz-Kreislauf-Beschwerden im Zusammenhang mit Post-Covid und dem Post-Vac-Syndrom aus Sicht der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). Im Mittelpunkt stehen zwei Fallbeispiele, die die individuelle Herangehensweise der chinesischen Arzneimitteltherapie verdeutlichen. Da sich die Symptome und Krankheitsverläufe stark unterscheiden, setzt die TCM auf maßgeschneiderte Diagnosen und Therapien.
Im ersten Fall leidet eine 55-jährige Patientin nach einer Covid-19-Infektion unter starken Kreislaufschwankungen, Erschöpfung und Atemnot. Die Diagnose zeigt eine Blockade des sogenannten Wei-Qi durch Feuchtigkeit und Hitze. Die Therapie zielt darauf ab, diese pathogenen Faktoren auszuleiten und die Stoffwechselfunktion zu unterstützen. Über mehrere Monate verbessert sich ihr Zustand deutlich.
Der zweite Fall beschreibt eine 37-jährige Patientin mit Post-Vac-Syndrom und Myokarditis nach einer Impfung. Hier diagnostiziert die TCM einen Qi-Mangel mit daraus resultierender „feuchter Hitze“ und Blutstagnation. Die Behandlung kombiniert ausleitende und stärkende Maßnahmen. Eine zwischenzeitliche Verschlechterung durch eine Apherese wird ebenfalls thematisiert. Insgesamt zeigt der Artikel, dass die TCM auch bei komplexen, neuen Krankheitsbildern individuelle und wirksame Therapieansätze bieten kann.
Dieser Artikel wurde in der AKOM 09/2023 veröffentlicht. Wir danken dem Verlag für die freundliche Genehmigung zur Veröffentlichung.
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