Der Artikel beschreibt die Lunge in der Traditionellen Chinesischen Medizin als zentrales Organ zwischen Außen- und Innenwelt. Sie ist nicht nur für die Atmung zuständig, sondern auch für die Bildung und Verteilung von Qi sowie für die Verteilung der Körperflüssigkeiten. Dabei arbeitet sie eng mit Herz, Milz und Niere zusammen. Ist dieses Zusammenspiel gestört, kann es nach der TCM zu Beschwerden wie Husten, Kurzatmigkeit, Schwitzen, Schleimbildung oder allgemeiner Schwäche kommen.
Besonders anfällig ist die Lunge demzufolge für äußere pathogene Faktoren wie Wind-Kälte und Wind-Hitze. Außerdem wird ihr in der TCM die Emotion Trauer zugeordnet; langanhaltender Kummer kann demnach das Lungen-Qi schwächen. Vorgestellt werden typische Muster wie akute äußere Belastungen, Lungen-Qi-Leere, Lungen-Yin-Leere und Schleimretention in der Lunge, jeweils mit charakteristischen Symptomen und therapeutischen Ansätzen aus der Akupunktur.
Ein weiterer Schwerpunkt ist Long- und Post-Covid. Der Beitrag berichtet über eine Pilotstudie, in der TCM-Verfahren wie Akupunktur, Kräutertherapie, Diätetik, Tuina und Qigong bei vielen Betroffenen zu einer deutlichen Symptomlinderung beigetragen hätten. Abschließend betont der Artikel die Bedeutung von gesunder Atmung, regelmäßigem Lebensrhythmus, ausgewogener Ernährung, Bewegung und ausreichend Ruhe, um die Lungenfunktion zu stärken und Regeneration zu fördern
Dieser Artikel wurde in der AKOM 11/2023 veröffentlicht. Wir danken dem Verlag für die freundliche Genehmigung zur Veröffentlichung.
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