07.05.2026
Tagung der Gesamtkonferenz: AGTCM ist Gründungsmitglied des neuen Fördervereins GDHP
von Birgit Ziegler, 1. Vorsitzende der AGTCM
Die Gesamtkonferenz der Heilpraktikerverbände und Fachgesellschaften (GDHP) traf sich am 6.5.2026 zu der alljährlichen Präsenzveranstaltung in Kassel. Am Tag zuvor (5.5.2026) wurde zur Gründungsversammlung für den Fördervereins GDHP eingeladen, an der die AGTCM, vertreten durch die 1. Vorsitzende Birgit Ziegler, teilnahm und das Gründungsdokument mitunterzeichnete. Der Förderverein gab sich eine vorläufige Satzung und wählte einen Vorstand aus drei Personen und einem Kassenverantwortlichen. Alle weiteren Details und auch die endgültige Satzung werden später von einer durch den Vorstand einzuberufenden Mitgliederversammlung festgelegt. Mit der Gründung des Fördervereins ist der Grundstein dafür gelegt, dass die zahlreichen politischen Aktivitäten eine kleine finanzielle Unterfütterung erhalten und nicht – wie bisher üblich – allein aus ehrenamtlichen Mitteln bestritten wird.
Parlamentarisches Frühstück
Auf der eigentlichen Tagung am 6.5.2026 gab es noch einmal eine Nachlese des parlamentarischen Frühstücks, das am 26.3.2026 in Berlin stattfand. Unser Auftreten dort als Gruppe mit den fundierten Aussagen über die Wichtigkeit des Berufsstandes der Heilpraktikerinnen und Heilpraktiker hat großen Anklang bei den beteiligten Politikerinnen und deren Mitarbeiterinnen und gefunden und mündete nahezu direkt in mehreren Anfragen an Elvira Bierbach, in der sie um die Meinung der Gesamtkonferenz zu bestimmten gesundheitspolitischen Themen befragt wurde. Das ist doch ein großartiger Erfolg!
Geplantes Osteopathie-Gesetz
Unter anderem wurde auf der Tagung der GDHP ein Meinungsbild der Teilnehmenden zur Entwicklung eines Osteopathie-Gesetzes erfragt. Die Stimmen aus den Heilpraktikerverbänden und Fachgesellschaften war unisono ablehnend, weil es die Arbeitsgrundlage aller Berufskolleginnen und -kollegen unnötig aushöhlt und einengt.
Empirisches Gutachten des Gesundheitsministeriums
Das empirische Gutachten des Gesundheitsministeriums hat inhaltlich zusammengefasst ergeben, dass kein Handlungsbedarf von Seiten der Politik zu etwaigen Gesetzesänderunderungen oder gar für die Abschaffung des Berufsstandes besteht, da der Beruf ein wichtiger Pfeiler in der Gesundheitsversorgung darstellt und – was sehr wichtig ist – dem Staat keine zusätzlichen finanziellen Lasten aufbürdet. Das Gutachten beleuchtete dabei überhaupt nicht die Befragung von Patientinnen und Patienten über ihre Zufriedenheit mit den Behandlungen in den Praxen der Heilpraktikerschaft und der Nachfrage nach derartigen Therapien von Seiten der Betroffenen. Dieser Themenkomplex könnte in einem weiteren sozio-ökonomischen Gutachten beleuchtet werden. Darüber wird weiter beraten werden müssen, denn so wünschenswert ein solches Gutachten aus der Sicht der GDHP wäre, stehen jedoch hinter der Finanzierung eines solchen Gutachtens viele Fragezeichen.
Arbeitskreis
Auch die Entwicklung der Homöopathie im Kreuzfeuer der Kritik und den geplanten Kürzungen der Erstattungsmöglichkeit durch die GKV standen auf der Tagesordnung sowie die Berichte aus den einzelnen Arbeitskreisen, wie z.B. „Wording“, Entwicklung von Methodenbeschreibungen und die Arbeit des Arbeitskreises HPPsych wurden besprochen.
Fazit
Es war wie immer ein sehr dichtes Programm, das im kollegialen Austausch von allen Seiten beleuchtet und besprochen wurde. Es ist erfreulich, dass die Meinung und Stimme der AGTCM in diesem Gremium gerne gehört und beachtet wird.
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