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Kräuter

Laserakupunktur

angora2004 13.05.2010 21:13

Hallo, kann mir jemand Literatur oder Geräte-Typen für die Laserakupunktur empfehlen?
Vielen Dank!

keinverlust 11.06.2011 22:19

Hallo, leider kann ich trotz Anmeldung und Registrierung keine Antwort zur obigen Frage sehen, daher wiederhole ich dieFrage mit der Bitte um Antwort.
Danke!

Frontend: 00000000153.jpg Silja Thiemann ModeratorMitglied 04.08.2011 15:13

Technische Info zu Lasernpointern in der Akupunktur

Laserlicht ist ein hochgebündelter Strahl, der auf einen sehr kleinen Flächenpunkt nahezu parallelschwingende, energiereiche Strahlung mit identischer Wellenlänge aufbringt. Bereits bei relativ geringen Leistungen von wenigen Milliwatt (<10 mW) einer Wellenlänge, für die das Auge transparent ist (Wellenlängen von ca. 350 bis 1200 nm), treten im ungeschützten Auge partielle Erblindungen durch Netzhautschäden bei Blendung mittels eines Laserstrahls auf, weil der parallele Laserstrahl durch die Augenlinse auf der Netzhaut fokussiert wird. Nur schützt normalerweise der Lidschlussreflex ausreichend. Selbst Streustrahlung stärkerer Laser dieses Wellenlängenbereiches ist gefährlich. Schäden werden oft nicht selbst bemerkt, sondern erst vom Augenarzt entdeckt. Daran erkennt man schon, welche Kraft bereits in einer handelsüblichen Leistung eines Laserpointers, bzw. Akupunkturlasers von 5-10 mW steckt. In der Dermatologie werden dagegen höhere Leistungen verwendet, um bewusst oberflächlich zu "verletzen" bzw. Gewebe zu schneiden.

Laserakupunktur
In der Akupunktur wollen wir Qi in Bewegung bringen, Qi nähren, ggfs. wärmen, ohne jedoch Gewebe zu zerstören. Will man mit Laserlicht akupunktieren, sollte man sich bewusst machen, dass man den Punkt mit sehr gerichtetem, höherfrequentem Licht manipuliert, als z.B. mit der sanften IR-Wellenlänge von Moxa. Daher sollte der Laser immer das letzte Mittel der Wahl bleiben, wenn Nadel oder Moxa nicht anwendbar sind. Gerade für Kinderbehandlungen sind die Techniken des Shonishin mit stumpfen Nadeln, Akupressur, aufgeklebten Magneten, aufgemalten Farbpunkten, Shiatsu etc. sicher die bessere Alternative.

In der Tierakupunktur sind Laser allerdings eine gute Möglichkeit, wenn die Tiere für Nadelung nicht stillgehalten werden können und durch Fell, Federn, Schuppen der Zugang mit anderen Techniken weitgehend ausscheidet. Wichtig ist sorgfältige Aufmerksamkeit, dass der Strahl nicht versehentlich ins Auge des Tieres gerichtet wird, wenn sich das Tier plötzlich bewegt.

Daher sollte die Leistung für die Akupunkturanwendung ohnehin im möglichst niedrigen Bereich liegen, d.h. 5mW reichen hierfür völlig aus. Laser mit einer Leistung von <5mW gehören in Laserschutzklasse 1. Sie dürfen ohne besondere Fortbildung und ohne Schutzbrille verwendet werden. Darunter fallen die üblichen Akupunkturlaser, aber auch Laserpointer, deren Leistung zw. 3-5mW liegt. Meist übersteigt jedoch die tatsächliche Leistung die angegebene, häufig werden diese Geräte mit 3mW angegeben, aber Nachmessungen an Prüfinstituten ergaben teilweise bis zu 10 mW.

Die Farbe des Lasers
Meist werden günstige, rote Laserdioden verwendet (Wellenlänge 635-750 nm). Mittlerweile setzen sich immer mehr auch grüne (490-575 nm) auf dem Markt durch. Grün scheint bei gleicher Leistung heller, weil es hochfrequenter ist. Rot ist sanfter, aber auch tiefer eindringender. Daher empfehle ich zur Akupunktur generell bevorzugt rote Laser.

Unterschied Laserpointer-Softlaser (med.)
Es gibt Dauerstrich-Laser (englisch: continuous wave laser, cw-laser) und gepulster Laser mit pulsierender, getakteter Strahlung. Die meisten medizinischen Laser sind Dauerstrahler, die sich in einem gewissen Taktrate gepulst einstellen lassen. Das kann man bei einem Laserpointer durch an-/abschalten im Sekundentakt ebenso "simulieren" wie mit Bewegen, wie dies bei der Moxazigarre durch wechselnden Abstand zur Haut gemacht wird.

Die Laserpointer haben vorne keine zusätzliche Optik. Die Softlaser, die ich bisher gesehen habe, hatten allerdings statt definierter Optik auch nur "optische Täuschungen", die das Gerät professioneller aussehen lassen, im Sinne einer Spitze, die das Gerät optisch handlicher erscheinen lässt.

Fazit:
Ein gut zu handhabender Laserpointer einer besseren Qualität liegt ca. bei 25-30EUR. Damit hat man einen mehr als ausreichend wirksamen Akulaser. Die im medizinischen Bereich angebotenen sind in der Leistung vergleichbar, aber deutlich höher im Preis. Bei einigen als "Softlasern" vertriebenen medizinischen Lasern sollte man zum Akupunktieren deren Leistung auf das Minimum runterregulieren. Dann aber ist der preiswerte Laserpointer diesen Geräten keinesfalls unterlegen.

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