Diabetes-Typ 1
Bei meiner Tochter (6 Jahre alt) wurde vor ca. 8 Wochen Diabetes Typ 1 (Autoimmunerkrankung)festgestellt. Ihre Bauchspeicheldrüse produziert nicht mehr genügend Eígeninsulin. Daher muß meine Tochter sich jetzt 2 mal am Tag spritzen, ca. 6-8 mal am Tag ihren Blutzucker messen und dementsprechend ihre Mahlzeten zu sich nehmen. Das Essen muss zuvor abgewogen und in Broteinheiten umgerechnet werden.
Nachdem wir den Schock überwinden haben, sind wir nun auf der Suche nach alternativen Heilmethoden. Bietet da die TCM eine mögliche Alternative? Auch haben wir schon einiges über Heilpilze gelesen, die blutzuckersende und tlw. auch regenerierende Wirkungen zeigen. Hat jemand damit Erfahrungen?
Vorab: Die TCM hat durchaus Ansätze um den Diabetes Mellitus vom Typ 1 begleitend zu behandeln, jedoch können auch mit ihren Methoden zerstörte Zellen nicht wieder hergestellt werden.
Lehrbücher unterscheiden zwischen der Behandlung des Heißhungers, des starken Durstes, der übermäßigen Urinproduktion und der Folgeerscheinungen des Diabetes wie z.B. der Schädigung der Nerven.
Behandelt werden kann Diabetes sowohl mit Arzneimitteltherapie als auch mit Akupunktur, und natürlich sei die Ernährungstherapie auch genannt. Die "Heilpilze, die blutzuckersenkende und tlw. auch regenerierende Wirkungen zeigen" sollten nicht einzeln oder oder vorhergehende Diagnose genommen werden, denn TCM behandelt nicht die Krankheit Diabetes sondern unterteilt sie in verschiedene Syndrome, bei dem einen Patienten vielleicht "Nieren-Yin-Mangel" und bei dem anderen z.B. "Magen-Hitze". Für diese Syndrome werden dann die passende Arzneimitteltherapie-Rezepturen oder Akupunktur-Punkt-Kombinationen zusammengestellt.
Hallo,
Zerstörtes kann nicht wiederhergestellt werden, aber
kann denn die Autoaggression und damit auch die weitere Zerstörung auf- oder gar angehalten werden?
Gibt es Kontra-Indikationen (wie z.B. bei manchen Autoimmunerkrankungen die Imunabwehr nicht gestärkt werden soll)?
fragende Grüße
Zoe mit Hashimoto Thyreoditis, einer anderen Autoimmunerkrankung
Silja Thiemann
ModeratorHallo Zoe,
genau hier setzt eben die CM an, indem sie nicht einfach allg. das Immunsystem aktiviert oder die Reaktion unterdrückt, sondern genau schaut, wo denn die Schwäche beim speziellen Patienten liegt. Daher gibt es keine Kontraindikationen, vorrausgesetzt, es erfolgt eine gründliche Diagnosestellung und eine individuelle Therapie.
Gerade Autoimmunerkrankungen lassen sich deutlich verträglicher durch solch eine auf den Patienten ausgerichtete Behandlung therapieren (oder in jedem Falle zumindest begleiten), als mit den "Kampfmethoden" der Schulmedizin, wo dann z.B. versucht wird, das Immunsystem runterzufahren, um die Überreaktion zu bremsen. Eleganter wäre jedoch, stattdessen die Ursache für die Entstehung des Immunstresses zu reduzieren, dem der Körper ausgesetzt ist. Und hier muss eben genau unterschieden werden, denn bei einem Patienten muss z.B. das System stark gekühlt werden, bei einem anderen dagegen gewärmt.
Als Beispiel aus eigener Erfahrung: Rheuma mit massiver Gelenksteifigkeit, Schwellung und Schmerz hängt bei vielen Patienten mit Überwärmung der Gelenke zusammen. Aber es gibt auch kaltes Rheuma, dort lindert massive Wärme. Die schulmedizin. Rheumamedikamente und Cortison verschlimmern weiter, denn auch sie wirken stark kühlend auf den Organismus. Und so kommt der Patient in einen Teufelskreis. Wird hier dagegen mit wärmenden Kräutern gearbeitet, gewärmt mit den richtigen Speisen und von aussen mit Moxa, dann kommt wieder Wärme und Beweglichkeit in die Gelenke, die Zirkulation wird angeregt und die Symptome lindern sich. Das ganze Immunsystem kann sich entspannen, denn es bekommt nun Unterstützung durch die Wärme, um kalten, erstarrten "Schleimansammlungen" zu beseitigen. Sind die aggressiven Ansammlungen gelöst, entsteht auch keine Gelenkzerstörung mehr.
Analog gilt dies für jede Autoimmunerkrankung. Auch Hashimoto ist nur ein Überbegriff, dieser kann sich durchaus auch bei verschiedenen Patienten unterschiedlich ausprägen.
Mit einem so ausgeprägtem Diab.Mell.I, wie bei Alins Kind wird wohl nur eine teilweise Besserung zu erreichen sein, wie Silke auch schon schrieb. Zerstörtes Drüsengewebe kann nicht wiederhergestellt werden. Dennoch können v.a. die anderen Organe unterstützt werden, damit sie der Belastung durch den von aussen sprunghaft geregelten Insulinpegel länger gut standhalten können.
Viele Grüsse, Silja
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